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Mit Mnemotechniken zum Megagedächtnis

 

 

 

 

Alles Wissen ist Erinnerung.


Thomas Hobbes
englischer Mathematiker, Staatstheoretiker und Philosoph (1588-1679)

 

Was sind Mnemotechniken?

Das Wort Mnemotechnik leitet sich aus dem griechischen Wort mnemon = aufmerksam ab. Mnemosyne heißt die Göttin des Gedächtnisses und Mnemonik ist die Gedächtniskunst. Die Techniken der Gedächtniskünstler heißen Mnemotechniken.

 

Ganz allgemein sind Mnemotechniken Verfahrensweisen, die unser Gedächtnis gezielt bei Lernvorgängen, beim Behalten und Abrufen von Wissen unterstützen. Hierbei werden Lerninhalte so aufbereitet, dass beide Gehirnhälften gleichermaßen am Lernvorgang beteiligt sind. Weil unser Gehirn solche Informationen besser verarbeiten kann, ist es durch die Anwendung von Mnemotechniken möglich, überraschend leicht und schnell zu lernen und das gelernte Wissen jederzeit abzurufen.

 

Mnemotechniken sind weder Zauberei (obwohl man in seiner Lern-Begeisterung manchmal ein wenig das Gefühl hat) noch sind sie neu. Die wichtigsten Techniken wurden bereits im antiken Griechenland entwickelt. So pflegten berühmte Redner sich der Mnemotechniken zu bedienen und ihre Zuhörer mit einem umfassenden Gedächtnis und scheinbarer Mühelosigkeit im Repetieren zu begeistern. Einige dieser Techniken wurden im Laufe der letzten 2000 Jahre verfeinert, andere wurden durch neue ersetzt.

 

Kann das Verstehen Mnemotechniken ersetzen?

Mnemotechniken unterstützen uns beim Einprägen von Informationen unterschiedlichster Art. Dem Verstehen ist sicherlich eine sehr große Bedeutung beizumessen. Dennoch ist es fast immer nötig, Inhalte nicht nur zu verstehen (z.B. Formeln, Regeln, Zusammenhänge, ...) sondern auch tatsächlich zu lernen, um sie jederzeit abrufen zu können.

Meist ist das Verstehen eines Sachverhaltes kein Garant dafür, dass die Fakten auch lückenlos aufgezählt werden können. Hier können Mnemotechniken Unterstützung und Arbeitserleichterung sein. Dort, wo Verständnis keine Voraussetzung zum Erlernen bzw. nicht möglich ist (z.B. Namen, Vokabeln, Aufzählungen...), ist der Einsatz von Mnemotechniken eine überaus praktische Hilfe, um sich Wissen anzueignen. Darüber hinaus ist noch ein erstaunliches Phänomen zu beobachten: Vielen Menschen fällt das Verstehen einer Materie leichter, wenn vor dem Durchdringen des Stoffes mnemotechnische Ankerpunkte im Gedächtnis platziert wurden. Das mnemotechnisch geknüpfte Wissensnetz scheint wiederum Wissen anzuziehen und Verständnis zu erleichtern. So nebenbei bringen Mnemotechniken ungeheuer viel Farbe und Leben in die sonst oft trockene Lernarbeit!
 

Wer setzt Mnemotechniken ein?

Mnemotechniken sind eine nahezu unverzichtbare Unterstützung für Menschen, die täglich mit neuen Fakten konfrontiert werden bzw. sehr viel lernen müssen. Mit den steigenden Anforderungen in unserer Gesellschaft wird von uns allen erwartet, dass wir ein Leben lang offen für Neues bleiben und lernbereit mit neuen Medien und Informationen umgehen. Dementsprechend ist es für jeden von uns attraktiv, Mnemotechniken zu beherrschen.

 

Was kann ich mit Mnemotechniken lernen?

Die Beispiele, in denen Mnemotechniken Anwendung finden, sind endlos. Hier nur einige: Sie können sich 20/50/100-stellige Zahlen einprägen, eine Rede mit 30 Hauptpunkten vorbereiten, Referate, Reden und Präsentationen ohne Spickzettel vortragen, sich wichtige Termine merken, Pin-Nummern, Geburtstage und Geschichtszahlen jederzeit parat haben, 100 Elemente im Periodensystem auswendig wissen, sämtliche Muskeln im menschlichen Körper, wichtige Telefonnummern, Vornamen und Nachnamen Ihrer Kunden, Namen von Schauspielern oder Politikern, Vokabeln, Gesetze, Formeln, Einkaufslisten, Austragungsorte der Weltmeisterschaften, alle Oscargewinner, die Länder Amerikas oder Afrikas, sämtliche Flüsse Deutschlands, die höchsten Berge der Welt und und... Dies alles ist mit dem Einsatz der Mnemotechniken wirklich leicht lernbar!