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Das Wort Mnemotechnik leitet sich aus dem
griechischen Wort mnemon = aufmerksam ab.
Mnemosyne heißt die Göttin des Gedächtnisses und Mnemonik
ist die Gedächtniskunst. Die Techniken der Gedächtniskünstler heißen
Mnemotechniken.
Ganz allgemein sind Mnemotechniken Verfahrensweisen, die unser Gedächtnis gezielt bei Lernvorgängen, beim Behalten
und Abrufen von Wissen unterstützen. Hierbei
werden Lerninhalte so aufbereitet, dass beide Gehirnhälften
gleichermaßen am Lernvorgang beteiligt sind. Weil unser Gehirn solche
Informationen besser verarbeiten kann, ist es durch die Anwendung
von Mnemotechniken möglich, überraschend leicht und schnell zu lernen und das gelernte Wissen
jederzeit abzurufen.
Mnemotechniken sind weder Zauberei (obwohl man in seiner
Lern-Begeisterung manchmal ein wenig das Gefühl hat) noch sind
sie neu. Die wichtigsten Techniken wurden bereits im antiken
Griechenland entwickelt. So pflegten berühmte Redner sich der
Mnemotechniken zu bedienen und ihre Zuhörer mit einem
umfassenden
Gedächtnis und scheinbarer Mühelosigkeit im Repetieren zu
begeistern. Einige dieser Techniken wurden im Laufe der letzten
2000 Jahre verfeinert, andere wurden durch neue ersetzt.
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Mnemotechniken unterstützen uns beim Einprägen von Informationen
unterschiedlichster Art. Dem Verstehen ist sicherlich eine
sehr große
Bedeutung beizumessen. Dennoch ist es fast immer nötig, Inhalte
nicht nur zu verstehen (z.B. Formeln, Regeln, Zusammenhänge, ...) sondern auch
tatsächlich zu lernen, um sie jederzeit abrufen zu können.
Meist ist das Verstehen eines Sachverhaltes kein Garant dafür, dass die
Fakten auch lückenlos aufgezählt werden können. Hier können Mnemotechniken
Unterstützung und Arbeitserleichterung sein. Dort, wo Verständnis keine
Voraussetzung zum Erlernen bzw. nicht möglich ist (z.B. Namen, Vokabeln,
Aufzählungen...), ist der Einsatz von Mnemotechniken eine überaus praktische
Hilfe, um sich Wissen anzueignen. Darüber hinaus ist noch ein erstaunliches Phänomen zu beobachten: Vielen Menschen fällt das Verstehen
einer Materie leichter, wenn vor dem Durchdringen des Stoffes mnemotechnische Ankerpunkte im
Gedächtnis platziert wurden. Das mnemotechnisch geknüpfte Wissensnetz
scheint wiederum Wissen anzuziehen und Verständnis zu erleichtern.
So nebenbei bringen Mnemotechniken ungeheuer viel Farbe und Leben in die sonst
oft trockene Lernarbeit!
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Mnemotechniken sind eine nahezu unverzichtbare Unterstützung für
Menschen, die täglich mit neuen Fakten konfrontiert werden bzw. sehr
viel lernen müssen. Mit den steigenden Anforderungen in
unserer Gesellschaft wird von uns allen erwartet, dass wir ein
Leben lang offen für Neues bleiben und lernbereit mit neuen Medien und
Informationen umgehen. Dementsprechend ist es für jeden von uns
attraktiv,
Mnemotechniken zu beherrschen.
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Die Beispiele, in denen Mnemotechniken Anwendung finden,
sind endlos. Hier nur einige: Sie können sich 20/50/100-stellige Zahlen
einprägen, eine Rede mit 30 Hauptpunkten
vorbereiten, Referate, Reden und Präsentationen ohne Spickzettel vortragen,
sich wichtige Termine merken, Pin-Nummern, Geburtstage und
Geschichtszahlen jederzeit parat haben, 100 Elemente im
Periodensystem auswendig wissen, sämtliche Muskeln im menschlichen Körper,
wichtige Telefonnummern, Vornamen und Nachnamen Ihrer Kunden, Namen von
Schauspielern oder Politikern, Vokabeln,
Gesetze, Formeln, Einkaufslisten, Austragungsorte der
Weltmeisterschaften, alle Oscargewinner, die Länder Amerikas oder
Afrikas, sämtliche Flüsse Deutschlands, die höchsten Berge der Welt und
und... Dies alles ist mit dem Einsatz der
Mnemotechniken wirklich leicht lernbar! |